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Klimakarten-Browser für Vergangenheit und Zukunftsprojektionen


Hintergrund: Klimakarten geben einen geographischen Überblick zum mittleren Klima und Klimaänderungen in einem bestimmten Zeitraum. Die folgenden interaktiv einsehbaren Karten zeigen (1) das beobachtete Klima, (2) bisherige Klimaänderungen, (3) die mit Klimamodellen für die Zukunft projizierten Klimaänderungen, sowie (4) einen Vergleich zwischen beobachtetem und mit Modellen simuliertem Klima. Die Karten lassen sich per Rechtsklick herunterladen.
Es kann aus zahlreichen Jahreszeiten und Klimagrößen gewählt werden.
Erläuterungen zu den Optionen, den hinter den Karten stehenden Datensätzen und der Art der Darstellung finden sich ganz unten und sind zudem an den relevanten Stellen verlinkt.


Beobachtetes Klima

Um einzuschätzen, wie groß mögliche zukünftige Klimaänderungen sind, ist es hilfreich, das bisher beobachtete Klima und dessen Veränderung zum Vergleich heranzuziehen. Die folgenden zwei Karten zeigen Beobachtungen im Referenzzeitraum 1971-2000 (links) und die beobachtete Veränderung zwischen den Zeiträumen 1951-1980 und 1986-2015 (rechts). Gebiete mit signifikanten Veränderungen sind schraffiert. Mit den beiden Menüs wählen Sie eine beliebige Jahreszeit und eine der zahlreichen Klimagrößen aus. Nicht alle Klimagrößen stehen für alle Jahreszeiten zur Verfügung (z.B. keine Frosttage im Sommer). Bei einer unzulässigen Auswahl springt die ausgewählte Klimagröße auf die Temperatur zurück.


Jahreszeit und Klimagröße auswählen




Klimaänderungen in Zukunftsprojektionen

Die folgenden Karten zeigen zukünftige Klimaänderungen, die mit einem Ensemble von regionalen Klimamodellen berechnet wurden, dem EURO-CORDEX-Ensemble. Die Spannbreite an Modellen des Ensembles führt auch zu einer Spannbreite an Ergebnissen, vom Minimum (links) über den Median (Mitte) zum Maximum (rechts). Die oberen drei Abbildungen zeigen Deutschland, die unteren drei Abbildungen zeigen dieselben Ergebnisse für ganz Europa. Zusätzlich zur oben ausgewählten Jahreszeit und Klimagröße lassen sich drei Optionen wählen. Die Klimaänderungen hängen davon ab, wie weit man in die Zukunft schaut (Zukunftsperiode) und welche Menge an Treibhausgasen ausgestoßen wird (Zukunftsszenario). Die drei Szenarien stehen für stark reduzierte Emissionen (RCP2.6), mäßig reduzierte Emissionen (RCP4.5) und weiter steigende Emissionen (RCP8.5). Auch hier sind signifikante Veränderungen auf den Karten schraffiert.






Absolutes Klima in Zukunftsprojektionen

Die oben gezeigten Klimaänderungen bestehen in den Unterschieden zwischen der ausgewählten Zukunftsperiode und dem Klima im Referenzzeitraum 1971-2000. Bei Auswahl der Temperatur beispielsweise sieht man, um wieviel sich Deutschland in 2070-2099 gegenüber 1971-2000 erwärmen würde. Die folgenden Karten zeigen dagegen das absolute simulierte Klima in der ausgewählten Zukunftsperiode (z.B. wie warm wird es im Zeitraum 2070-2099 sein?).







Simuliertes Klima 1971-2000 (EURO-CORDEX-Ensemble)

Die folgenden Karten zeigen das simulierte Klima im Referenzzeitraum 1971-2000. Der Unterschied zwischen diesem Referenzzeitraum und der ausgewählten Zukunftsperiode ergibt die oben gezeigte Klimaänderung.







Unterschied zwischen Beobachtungen und EURO-CORDEX-Modellen

Simulationen mit Klimamodellen können trotz ihrer hohen Genauigkeit und Komplexität nur eine Annäherung an die Realität sein. Gleichzeitig enthalten auch Beobachtungsdaten Ungenauigkeiten und Lücken. Es ergeben sich daher Unterschiede zwischen beobachtetem Klima und simuliertem Klima. Diese Unterschiede sind für den Referenzzeitraum 1971-2000 hier dargestellt. Für jede einzelne Modellsimulation ergibt sich eine Differenz zum Beobachtungsdatensatz des DWD. Aus der Gesamtheit dieser Differenzen sind hier Minimum (links), Median (2. von links) und Maximum (3. von links) dargestellt. Ein negativer Fehler bedeutet, dass eine Klimagröße im Modell kleiner ist als in den Beobachtungen, ein positiver Fehler bedeutet, dass die Größe im Modell größer ist als in den Beobachtungen.
Der Fehler des gesamten Modellensembles lässt sich zudem als Wurzel aus der Summe der Fehlerquadrate (root mean square error, RMSE) darstellen (rechts). Die Quadrierung erfolgt, damit sich positive und negative Abweichungen nicht aufheben. Der RMSE ist daher immer positiv und ein Maß dafür, wie genau das Modellensemble die Beobachtungen trifft. Je höher der RMSE, desto schlechter stimmen Modelle und Beobachtungen überein, egal ob die Abweichungen in einzelnen Modellen positiv oder negativ sind.






Hintergrundinformationen

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bodennahe LufttemperaturTagesmittel der Lufttemperatur in Bodennähe. Bei Messungen in Wetterstationen bedeutet „Bodennähe“ 2 Meter Höhe über dem Erdboden.
NiederschlagMittlere Tagessumme des Niederschlags von flüssigem Wasser (Regen, Niesel) und festem Wasser (Schnee, Hagel, Graupel).
BodenfeuchteGesamtmenge an Wasser in den obersten Bodenschichten. Diese Größe ist hier momentan nur aus Modellsimulationen verfügbar und nicht als Beobachtung, da sie in der Realität schwer messbar ist und Vergleiche zu den Modellen schwierig sind.
Anzahl von HitzetagenAnzahl der Tage im ausgewählten Zeitraum, an denen die Tagesmaximumtemperatur der Luft in Bodennähe den Wert 30°C übersteigt.
typische Dauer von HitzeperiodenDie Dauer einer Hitzeperiode wird hier definiert als Anzahl aufeinanderfolgender Tage, an denen die Tagesmaximumtemperatur der Luft in Bodennähe den Wert 30°C übersteigt. Als „typische Dauer“ wird hier der Median aller solcher Ereignisse jedes Jahres (in dem ausgewählten Zeitraum des Jahres) verstanden. Für jede Klimasimulation und den Beobachtungsdatensatz wird für die jeweils ausgewählte 30-Jahresperiode ein Mittelwert über die 30 jährlichen Mediane gebildet. Der Median der Dauer von Hitzeperioden ist nicht zu verwechseln mit dem Median des Modell-Ensembles.
maximale Dauer von HitzeperiodenDie Dauer einer Hitzeperiode wird hier definiert als Anzahl aufeinanderfolgender Tage, an denen die Tagesmaximumtemperatur der Luft in Bodennähe den Wert 30°C übersteigt. Als „maximale Dauer“ wird hier das Maximum aller solcher Ereignisse jedes Jahres (in dem ausgewählten Zeitraum des Jahres) verstanden. Für jede Klimasimulation und den Beobachtungsdatensatz wird für die jeweils ausgewählte 30-Jahresperiode ein Mittelwert über die 30 jährlichen Maxima gebildet. Das Maximum der Dauer von Hitzeperioden ist nicht zu verwechseln mit dem Maximum des Modell-Ensembles.
TemperaturvariabilitätDiese Klimagröße bemisst die typischen Schwankungen der Tagesmitteltemperatur von Tag zu Tag, um den über den 30-Jahreszeitraum gemittelten Jahresgang herum. Mathematisch ausgedrückt handelt es sich um die Standardabweichung der Tagestemperatur-Anomalien im ausgewählten Zeitraum. Je "untypischer" die Temperatur an einem beliebigen Tag im Vergleich mit dem für einen Zeitraum üblichen Klimamittel ist, desto höher die Temperaturvariabilität.
Anzahl von FrosttagenAnzahl der Tage im ausgewählten Zeitraum, an denen die Tagesminimumtemperatur der bodennahen Luft den Wert 0°C unterschreitet.
Anzahl von Tagen über 5°CAnzahl der Tage im ausgewählten Zeitraum, an denen die Tagesmitteltemperatur der bodennahen Luft den Wert 5°C übersteigt. Diese Tage werden gelegentlich als Vegetationstage bezeichnet. Um zu beantworten, ob die Vegetation an einem bestimmten Tag wächst, sind jedoch noch andere Faktoren entscheidend, z.B. Bodenfeuchte, Strahlung und Nährstoffverfügbarkeit.
Anzahl von VernalisationstagenAnzahl der Tage im ausgewählten Zeitraum, an denen die Tagesmitteltemperatur der Luft 5°C nicht übersteigt.
typische Dauer von VernalisationsperiodenDie Dauer einer Vernalisationsperiode wird hier definiert als Anzahl aufeinanderfolgender Tage, an denen die Tagesmitteltemperatur der Luft in Bodennähe den Wert 5°C nicht übersteigt. Als „typische Dauer“ wird hier der Median aller solcher Ereignisse jedes Jahres (in dem ausgewählten Zeitraum des Jahres) verstanden. Für jede Klimasimulation und den Beobachtungsdatensatz wird für die jeweils ausgewählte 30-Jahresperiode ein Mittelwert über die 30 jährlichen Mediane gebildet. Der Median der Dauer von Hitzeperioden ist nicht zu verwechseln mit dem Median des Modell-Ensembles.
maximale Dauer von VernalisationsperiodenDie Dauer einer Vernalisationsperiode wird hier definiert als Anzahl aufeinanderfolgender Tage, an denen die Tagesmitteltemperatur der Luft in Bodennähe den Wert 5°C nicht übersteigt. Als „maximale Dauer“ wird hier das Maximum aller solcher Ereignisse jedes Jahres (in dem ausgewählten Zeitraum des Jahres) verstanden. Für jede Klimasimulation und den Beobachtungsdatensatz wird für die jeweils ausgewählte 30-Jahresperiode ein Mittelwert über die 30 jährlichen Maxima gebildet. Das Maximum der Dauer von Hitzeperioden ist nicht zu verwechseln mit dem Maximum des Modell-Ensembles.
Anzahl trockener TageAnzahl der Tage im ausgewählten Zeitraum, an denen die Niederschlagssumme 1 mm nicht übersteigt.
typische Dauer von TrockenperiodenDie Dauer einer Trockenperiode wird hier definiert als Anzahl aufeinanderfolgender Tage, an denen die Niederschlagssumme 1 mm nicht übersteigt. Als „typische Dauer“ wird hier der Median aller solcher Ereignisse jedes Jahres (in dem ausgewählten Zeitraum des Jahres) verstanden. Für jede Klimasimulation und den Beobachtungsdatensatz wird für die jeweils ausgewählte 30-Jahresperiode ein Mittelwert über die 30 jährlichen Mediane gebildet. Der Median der Dauer von Hitzeperioden ist nicht zu verwechseln mit dem Median des Modell-Ensembles.
maximale Dauer von TrockenperiodenDie Dauer einer Trockenperiode wird hier definiert als Anzahl aufeinanderfolgender Tage, an denen die Niederschlagssumme 1 mm nicht übersteigt. Als „maximale Dauer“ wird hier das Maximum aller solcher Ereignisse jedes Jahres (in dem ausgewählten Zeitraum des Jahres) verstanden. Für jede Klimasimulation und den Beobachtungsdatensatz wird für die jeweils ausgewählte 30-Jahresperiode ein Mittelwert über die 30 jährlichen Maxima gebildet. Das Maximum der Dauer von Hitzeperioden ist nicht zu verwechseln mit dem Maximum des Modell-Ensembles.
Anzahl von Tagen mit sehr geringer BodenfeuchteAls „sehr geringe Bodenfeuchte“ wird hier jener Wert verstanden, den die Bodenfeuchte nur an 20% aller Tage in einem Referenzzeitraum (hier 1971-2000) unterschreitet. Der Schwellwert ist abhängig vom Ort - eine Bodenfeuchte, die z.B. an Standorten mit sandigen Böden normal ist, gilt anderswo bereits als starke Trockenheit. Außerdem ist der Schwellwert auch abhängig vom Klimamodell, da sich die Berechnung der Bodenfeuchte in den Modellen unterscheidet.
Anzahl von Tagen mit sehr hoher BodenfeuchteAls „sehr hohe Bodenfeuchte“ wird hier jener Wert verstanden, den die Bodenfeuchte nur an 20% aller Tage in einem Referenzzeitraum (hier 1971-2000) überschreitet. Der Schwellwert ist abhängig vom Ort - eine Bodenfeuchte, die z.B. an Standorten mit lehmigen Böden normal ist, wäre auf einem sandigen Boden bereits außergewöhnlich hoch. Außerdem ist der Schwellwert auch abhängig vom Klimamodell, da sich die Berechnung der Bodenfeuchte in den Modellen unterscheidet.
Anzahl trockener HitzetageAnzahl der Tage im ausgewählten Zeitraum, die sowohl Hitzetage als auch Tage mit sehr geringer Bodenfeuchte sind (gemäß den obigen Definitionen). Die Kombination von Hitze und Trockenheit ist für Pflanzen besonders gefährlich, da ein Mangel an kühlender Verdunstung zu Hitzeschäden führen kann.


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RCPs Mit Klimamodellen können Projektionen für das zukünftige Klima berechnet werden. Diese liefern Antworten auf die Frage: „Was wäre, wenn?“ Verschiedene Annahmen, z. B. zur Entwicklung der Bevölkerung, der Technologie und der Wirtschaft, führen zu verschiedenen Entwicklungspfaden von Emissionen und Konzentrationen an Treibhausgasen.
Solche Szenarien sind keine Vorhersagen, sondern beschreiben verschiedene plausible Entwicklungen. Mit Klimamodellen werden dann die Auswirkungen der Emissionen und der damit verbundenen veränderten Zusammensetzung der Atmosphäre auf das Klimasystem der Erde simuliert.
Im Rahmen des fünften IPCC-Sachstandsberichts wurden die „Representative Concentration Pathways“ (RCPs) als Szenarien verwendet. Drei davon wurden für diesen Bericht ausgewählt: RCP8.5, RCP4.5 und RCP2.6. Das Szenario RCP8.5 beschreibt einen weiterhin kontinuierlichen Anstieg der Treibhausgasemissionen, mit einer Stabilisierung der Emissionen auf einem sehr hohen Niveau zum Ende des 21. Jahrhunderts. Das mittlere Szenario, RCP4.5, geht davon aus, dass die Emissionen bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts noch etwas ansteigen und danach wieder sinken. Dieser Pfad kann durch verschiedene sozioökonomische Entwicklungen erreicht werden, die z. B. auch klimapolitische Maßnahmen berücksichtigen. Das Klimaschutz-Szenario, RCP2.6, beinhaltet sehr ambitionierte Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zum Ende des 21. Jahrhunderts sogar „negative Emissionen“ (eine netto-Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre).

Mehr Informationen zu den RCP-Szenarien findet sich in Meinshausen et al. "The RCP greenhouse gas concentrations and their extension from 1765 to 2500" und in Abschnitt 12.3.3 des 5. IPCC-Sachstandsberichts.

Kurze und verständlich aufbereitete Informationen finden sich auch auf Klimanavigator oder Klimawiki.

Datenquelle zum Erstellen der obigen Abbildung: http://www.pik-potsdam.de/~mmalte/rcps/index.htm#Download



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Alle Karten mit Ergebnissen aus Klimamodellen zeigen eine Kombination von standardisierten Simulationen, die mit vielen verschiedenen Modellen erstellt wurden (einem so genannten Ensemble von Modellen), dem EURO-CORDEX-Ensemble. Weitere Erläuterungen zu den Simulationen und Modellen von EURO-CORDEX finden sich unten. Da mehrere Modelle zur Simulation verwendet wurden, erhält man nicht ein einziges Ergebnis, sondern eine ganze Bandbreite an Ergebnissen. Es werden daher stets Ergebnisse für die Mitte dieser Bandbreite (Median) und von den Rändern (Minmium, Maximum) dieser Bandbreite angezeigt. Auf den Karten betrifft diese Darstellung jeden Gitterpunkt (geographischen Ort) für sich, d.h. eine Karte zeigt immer eine Kombination aus Modellen und nicht das Resultat aus einer bestimmten Simulation.



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In den mit einer Schraffur hinterlegten Gebieten auf den Klimakarten zeigen mehr als 50% der Simulationen eine signifikante Klimaänderung. Die Signifikanz ist ein Indiz dafür, dass eine Klimaänderung nicht zufällig zustande kam. Klimatische Unterschiede von einer Zeitperiode zur nächsten sind nämlich von zwei Ursachen geprägt:
1. den natürlichen Schwankungen von Jahr zu Jahr. Da das Wetter ständigen chaotischen Schwankungen unterliegt, sind auch Klimagrößen (z.B. die mittlere Temperatur) über verschiedene Zeiträume nie identisch, selbst ohne einen Klimawandel. Das Ergebnis hat daher immer auch eine Zufallskomponente.
2. dem langfristigen, systematischen Einfluss externer Faktoren, z.B. dem Ausstoß von Treibhausgasen durch den Menschen.
Um statistisch zu bewerten, ob zeitliche Veränderungen einer Klimagröße eine solche systematische Ursache haben, oder mit kurzfristigen, zufälligen Schwankungen erklärbar sind, wurde hier für jede Klimagröße an jedem einzelnen Gitterpunkt in jeder Simulation die statistische Signifikanz der Klimaänderung berechnet. Dies geschieht mit einem statistischen Testverfahren, das bewertet, ob eine gegebene Veränderung so stark ist, dass sie die zufälligen (natürlichen) Schwankungen übersteigt. Eine Klimaänderung wird hier als signifikant definiert, wenn sie gemäß eines sogenannten Mann-Whitney-u-Tests mit einer Wahrscheinlichkeit von unter 5% mit zufälligen Schwankungen erklärbar ist.



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Bei den verwendeten Klimamodell-Simulationen handelt es sich um Ergebnisse von regionalen Klimaprojektionen aus der EURO-CORDEX-Initiative (Jacob et al., 2014). Im Rahmen dieser europaweiten Initiative werden Simulationen mit umfangreichen Modell-Ensembles mit einer horizontalen Auflösung von ca. 12.5 km (0.11 Grad) durchgeführt. Jedes regionale Modell (RCM) erhält Randwerte von einem (gröber aufgelösten) globalen Klimamodell (GCM) vorgeschrieben. Daraus ergeben sich gegenwärtig mehr als 45 Kombinationen von globalen und regionalen Modellen für die Region Europa.
Alle Klimaprojektionen wurden aus dem ESGF-Datenportal über den Datenknoten am Deutschen Klimarechenzentrum heruntergeladen und analysiert. Davon beziehen sich 50 Simulationen auf das Szenario RCP8.5, 17 Simulationen auf das mittlere Szenario (RCP4.5), sowie 18 Simulationen auf das Klimaschutz-Szenario RCP2.6. Für alle drei Szenarien wurden die Simulationen mit acht verschiedenen regionalen Klimamodellen (RCMs) erstellt. Die Antriebsdaten für diese RCMs stammen von zehn verschiedenen globalen Klimamodellen (GCMs). Eine Übersicht über die regionalen Klimamodelle und deren jeweiligen globalen Antriebsdaten gibt die untenstehende Tabelle.
Stand des Datensatzes: April 2020.

RCP8.5 (hohe Emissionen)

Antreibendes GCM und RealisationRCM
CanESM2, r1i1p1CCLM4-8-17
CanESM2, r1i1p1REMO2015
CNRM-CM5, r1i1p1CCLM4-8-17
CNRM-CM5, r1i1p1HIRHAM5
CNRM-CM5, r1i1p1REMO2015
CNRM-CM5, r1i1p1WRF381P
CNRM-CM5, r1i1p1RACMO22E
CNRM-CM5, r1i1p1RCA4
EC-EARTH, r12i1p1CCLM4-8-17
EC-EARTH, r12i1p1REMO2015
EC-EARTH, r12i1p1WRF361H
EC-EARTH, r1i1p1RACMO22E
EC-EARTH, r3i1p1RACMO22E
EC-EARTH, r12i1p1RACMO22E
EC-EARTH, r1i1p1RCA4
EC-EARTH, r3i1p1RCA4
EC-EARTH, r12i1p1RCA4
EC-EARTH, r1i1p1HIRHAM5
EC-EARTH, r3i1p1HIRHAM5
EC-EARTH, r12i1p1HIRHAM5
IPSL-CM5A-MR, r1i1p1WRF381P
IPSL-CM5A-MR, r1i1p1RACMO22E
IPSL-CM5A-MR, r1i1p1RCA4
MIROC5, r1i1p1CCLM4-8-17
MIROC5, r1i1p1REMO2015
MIROC5, r1i1p1WRF361H
HadGEM2-ES, r1i1p1CCLM4-8-17
HadGEM2-ES, r1i1p1HIRHAM5
HadGEM2-ES, r1i1p1REMO2015
HadGEM2-ES, r1i1p1HadREM3-GA7-05
HadGEM2-ES, r1i1p1WRF381P
HadGEM2-ES, r1i1p1RACMO22E
HadGEM2-ES, r1i1p1RCA4
HadGEM2-ES, r1i1p1WRF361H
MPI-ESM-LR, r1i1p1CCLM4-8-17
MPI-ESM-LR, r1i1p1COSMO-crClim-v1-1
MPI-ESM-LR, r2i1p1COSMO-crClim-v1-1
MPI-ESM-LR, r1i1p1HIRHAM5
MPI-ESM-LR, r1i1p1RACMO22E
MPI-ESM-LR, r1i1p1WRF361H
MPI-ESM-LR, r1i1p1RCA4
MPI-ESM-LR, r2i1p1RCA4
MPI-ESM-LR, r3i1p1RCA4
MPI-ESM-LR, r3i1p1REMO2015
NorESM1-M, r1i1p1COSMO-crClim-v1-1
NorESM1-M, r1i1p1HIRHAM5
NorESM1-M, r1i1p1REMO2015
NorESM1-M, r1i1p1WRF381P
NorESM1-M, r1i1p1RACMO22E
NorESM1-M, r1i1p1RCA4

RCP4.5 (mittleres Szenario)

Antreibendes GCM und RealisationRCM
CNRM-CM5, r1i1p1CCLM4-8-17
CNRM-CM5, r1i1p1RACMO22E
CNRM-CM5, r1i1p1RCA4
EC-EARTH, r12i1p1CCLM4-8-17
EC-EARTH, r12i1p1RCA4
EC-EARTH, r1i1p1RACMO22E
EC-EARTH, r12i1p1RACMO22E
EC-EARTH, r3i1p1HIRHAM5
IPSL-CM5A-MR, r1i1p1WRF381P
IPSL-CM5A-MR, r1i1p1RCA4
HadGEM2-ES, r1i1p1CCLM4-8-17
HadGEM2-ES, r1i1p1HIRHAM5
HadGEM2-ES, r1i1p1RACMO22E
HadGEM2-ES, r1i1p1RCA4
MPI-ESM-LR, r1i1p1CCLM4-8-17
MPI-ESM-LR, r1i1p1RCA4
NorESM1-M, r1i1p1HIRHAM5

RCP2.6 (Klimaschutz-Szenario)

Antreibendes GCM und RealisationRCM
CNRM-CM5, r1i1p1RACMO22E
EC-EARTH, r12i1p1CCLM4-8-17
EC-EARTH, r12i1p1REMO2015
EC-EARTH, r12i1p1RACMO22E
EC-EARTH, r12i1p1RCA4
EC-EARTH, r3i1p1HIRHAM5
IPSL-CM5A-LR, r1i1p1REMO2015
MIROC5, r1i1p1CCLM4-8-17
MIROC5, r1i1p1REMO2015
HadGEM2-ES, r1i1p1REMO2015
HadGEM2-ES, r1i1p1RACMO22E
HadGEM2-ES, r1i1p1RCA4
MPI-ESM-LR, r1i1p1CCLM4-8-17
MPI-ESM-LR, r1i1p1RCA4
MPI-ESM-LR, r1i1p1WRF361H
NorESM1-M, r1i1p1REMO2015
NorESM1-M, r1i1p1RCA4
GFDL-ESM2G, r1i1p1REMO2015


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Informationen zum heutigen und vergangenen Klima basieren auf Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Es wurde der so genannte HYRAS-Datensatz verwendet. Darin wurden über Deutschland und angrenzende Flusseinzugsgebiete verteilte Wetterstationen herangezogen und auf einem Gitter mit 5km Auflösung interpoliert. Für die Darstellung auf den Karten wurden Tageswerte der Temperatur (Mittelwert, Minimum und Maximum) und des Niederschlags verwendet, aus denen zum Teil weitere Kenngrößen berechnet wurden (z.B. Frosttage oder Hitzetage).
Fachartikel zum Datensatz: Rauthe et al., 2013: A Central European precipitation climatology – Part I: Generation and validation of a high-resolution gridded dailydata set (HYRAS). Meteorologische Zeitschrift, Vol.22, No. 3, 235–256.